Wer hat nicht schon einmal über Streß geklagt?
Wir kennen diesen Zustand doch alle: Wir stehen unter Zeitdruck, der Arbeitsplatz wackelt, finanzielle Verpflichtungen fordern oder überfordern uns, Überstunden hindern uns an lange überfälliger Erholung... und wir fühlen uns gestreßt.
Tief im hintersten Stübchen unseres Gehrirns regt sich eine Stimme aus Urzeiten, die unsere Existenz- oder- neuzeitlicher- unseren sozialen Status- bedroht sieht.
Und obwohl unser Verstand versucht, uns zu beruhigen und wir im Grunde genommen genau wissen, daß alles vielleicht nur halb so schlimm ist, setzt in unserem Körper die unvermeidliche Streßreaktion ein-
- Adrenalin und Streßhormone werden freigesetzt
- Der Sympathikus (Streßnerv) wird stimuliert, der Körper reagiert mit Muskelanspannung, Beschleunigung des Herzschlages, erhöhtem Blutdruck, erhöhter Atemfrequenz und eventuell Schweißausbrüchen
- Der Parasympathikus wird verlangsamt, die Verdauungstätigkeit reduziert
- Die Immunabwehr wird verlangsamt, wodurch auch die Abwehr von Bakterien und freien Radikalen eingeschränkt wird
- Reparaturprozesse und langfristige Reparaturleistungen des Organismus werden verlangsamt
- Die Allgemeine Aufmerksamkeit wird reduziert, der Focus wird aus das "Bedrohliche" gelenkt (Tunnelblick, gedankliche Fixation auf das Problem)
Was ist passiert?
In Urzeiten reagierte der Körper auf Gefahr mit dem sogenannten Flucht-Kampf-Mechanismus:
Adrenalin und andere Stoffe, die für schnelle Flucht oder- falls nicht mehr möglich- lebensrettendem Kampf- notwendig waren, wurden freigesetzt, und um hierfür möglichst viel Kraft zur Verfügung zu haben, wurden vorübergehend andere, hierfür unnötige -Prozesse des Körpers (wie z.B. die Verdauung, die auch Zeit bis nach dem kampf hatte) wurden drastisch reduziert.
In der Neuzeit leiden wir aber meist unter dem Problem, daß wir unseren Stressoren-. also der Streß-verursachenden Situation- durch Flucht oder Kampf nicht entgehen können.
Das Büro, die Überstunden, der vielleicht unfreundliche Chef, Überforderungen, Kreditraten etc- wir müssen uns Tag für Tag erneut diesen Herausforderungen stellen.
Obwohl unser Verstand von der Notwendigkeit dieser teils unangenehmen Umstände überzeugt ist, reagiert unser Körper dennoch mit Streß, der zu gesundheitsschädigendem Dauerstreß werden kann.
Dauernde Muskelverspannungen, insbesondere in Schultern und Rücken, chronische Muskelschmerzen, Reizbarkeit, sich geistig ausgelaugt Fühlen, Burn-Out und Nervenzusammenbrüche, Magen- und Herzprobleme, Verstopfung, Kopfschmerzen und Schlafprobleme sind typische Anzeichen.
Krankheiten wie Allergien, Hautkrankheiten etc. und sogar Krebs werden durch Streß begünstigt!
Der Ausführlichkeit halber muß man erwähnen, daß es zweierlei Arten von Streß gibt:
Eustreß, der von Menschen als positiv empfunden wird und der schädliche, negative Distress.
Allerdings kann eine Situation, die von der einen Person als positiv und leistungsfördernd empfunden wird- beispielsweise die Anspannung vor einem sportlichen Wettkampf- von einer anderen Person durchaus auch als negativ-überfordernd empfunden werden und zu gesundheitsschädigender Streßreaktion führen.
Da unsere modernen Lebens- und Arbeitsbedingungen häufig nicht unseren wirklichen seelischen und körperlichen Bedürfnissen entsprechen (siehe auch unten im Beitrag über Meditation), sind wir alle gelegentlich oder auch dauernd von Streß und seinen gesundheitsschädigenden Auswirkungen betroffen.
Manche von uns sogar so sehr, daß wir zu Workaholics geworden sind, die gar nicht mehr eine Weile still und entspannt sein können, ohne irgendeine Aktivität auszuüben. Unsere Gesellschaft neigt zwar dazu, solch "tüchtige" Menschen zu loben, letzendlich handelt es sich hierbei jedoch schon fast um gesundheitsschädigendes mentales "Suchtverhalten"- der Focus und die Projektion liegen auf äußeren Aktivitäten, die Bedürfnisse des eigenen Inneren Wesens werden ignoriert und können sich später durch körperliche oder psychische Störungen unangenehm bemerkbar machen.
Was aber kann man tun, um seinen Streß zu reduzieren und um es gar nicht erst zu gesundheitlichen und seelischen Störungen kommen zu lassen?
Zunächst- vor jeder Problemlösung steht das Erkennen der Problematik. (Die im Kurs ebenso angebotene Meditation hilft dabei übrigens auch)
Danach muß man herausfinden, ob es sich lohnt, die Ursachen des Stresses, der einen beeinträchtigt, zu beseitigen, z.B. durch einen Arbeitsplatzwechsel, eine Trennung o.ä.
Oder ob es besser ist, einfach nur für einen Ausgleich gegen die Streß-Symptome zu sorgen- zum Beispiel, indem man seine Überstunden etwas reduziert und sich dafür mehr Zeit nimmt für sich selbst und die Gesundheit unterstützende Aktivitäten.
Hierbei sind hilfreich:
- Sport- solange er keinen Leistungsdruck verursacht oder in irgendeiner Form Körper oder Seele überfordert.
- Gesunde Ernährung- insbesondere der Verzicht auf rotes Fleisch, Zigaretten, unnötige Medikamente, Drogen und Kaffee entlasten den Organismus! (Anfangs kann es beim Verzicht auf Kaffee zu Kopfweh und Müdigkeit kommen, was uns zeigt, wie stark die "giftige" Wirkung dieses Getränks auf unseren Körper Einfluß nimmt. Nach ein paar Tagen vergehen diese Probleme jedoch)
- Die Pflege von liebevollen sozialen Kontakten, guten Freunden, der Famile
- Die positive, ergonomische Gestaltung des Arbeitsplatzes und, falls nötig, der Wohnung
- Meditation und positives Denken mit Focussierung auf das Angenehme, Schöne, Zuversicht.
- Freie Zeit in der Natur und in frischer Luft verbringen
- Heilgymnastik und Körperübungen, die besonders geeignet sind, körperliche und seelische Beeinträchtigungen zu lösen, wie Atemübungen, Yoga, Qi Gong und Meridiangymnastik
Dieser Kurs kann natürlich nicht für Sie alle unangenehmen Umstände Ihres Lebens verändern, aber er kann Ihnen helfen, zu mehr innerer Ruhe und Gelassenheit zu finden, wieder Zugang zu Ihrem wahren inneren Wesenskern zu finden, Ihre Bedürfnisse zu erkennen und Stück für Sück umzusetzen und ein verbessertes Selbstwertgefühl aufzubauen.
Außerdem werden Gesundheit, Vitalität und Wohlbefinden, sowie das Immunsystem gestärkt und die Muskulatur gekräftigt und gedehnt.
Eigenverantwortung ist dabei ein wichtiges Stichwort, denn nur Sie selbst haben es in der Hand, Ihrem Leben psoitive neue Impulse zu geben.
Sie selbst tragen die Verantwortung für Ihre Gesundheit und für Ihr Leben. Sie selbst enstcheiden, ob Sie sich als "hilfloses Opfer" äußerer Umstände fühlen wollen oder ob Sie Ihr Leben in die Hand nehmen und zum kreativen, vitalen (Um-) Gestalter Ihres eigenen Lebens werden wollen.
Aber bitte beachten Sie: Auch kleine Veränderungen zeigen auf Dauer große Wirkung und jeder Weg beginnt mit dem ersten Schritt. Überfordern Sie sich also nicht, sondern beginnen Sie langsam und freuen Sie sich auch über jede kleine Verbesserung. Vor allem aber: Üben sSie regelmäßig und haben Sie Geduld, wenn es einmal nicht so recht vorwärts zu gehen scheint, denn
in der Ruhe liegt die Kraft!
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