Die Meditation hilft uns bei verschiedenen Prozessen:
Zum Einen lernen wir, unseren eigenen Wesenskern wieder zu fühlen und unser ureigenes Ich- im Zusammenspiel mit unserer Welt- zu unterscheiden von dem, was gesellschaftliche Vorgaben aus unserem Ich gemacht haben.
Wir beobachten uns selbst und können plötzlich wieder unsere wahren eigenen Bedürfnisse unterscheiden von den Bedürfnissen, die uns von Gesellschaft und Werbung aufobstruiert wurden.

Wir erkennen, daß Phänomene grundsätzlich Projektionen unseres Geistes sind und daß wir selbst entscheiden, wie wir damit umgehen
Wie erkennen allmählich, wer wir sind, was wir wirklich wollen und was wir uns nur eingeredet haben bzw. wozu wir manipuliert wurden. Wir können von achtloser Maßlosigkeit voller Ersatzbefriedigungen zurückfinden zu einem vernünftigen Umgang mit materiellen und anderen Werten.
Diese neue klare Sicht erschafft nicht nur eine tiefe innere Ruhe, sie ist auch die Erkenntnis, die als Voraussertzung für jegliche Verbesserung und Veränderung notwendig ist.
- Oder sie hilft uns, Friede mit unserem Leben zu schließen und herauszufinden, daß unser Leben vielleicht ganz in Ordnung ist und daß wir Veränderungen nicht im Außen, sondern in unserem eigenen Inneren einleiten sollten...
Zum Anderen wird auch durch Meditation der körpereigene Energiefluß, insbesondere im Wirbelkanal angeregt, die Verbindung mit Erde und Kosmos geschaffen und das Gehirn gleitet hinüber in den entspannenden und heilsamen Alpha-Zustand, wodurch alter Ballast gelöscht und neue positive Impulse aufgenommen werden können. Auf diese Weise finden wir zu mehr Ausgeglichenheit, innerer Ruhe und Gelassenheit, Zufriedenheit und einer friedvolleren, liebevolleren Haltung gegenüber uns selbst und anderen.
In unserem heutigen Alltagsleben sind wir leider oft sehr weit davon entfernt, uns selbst wirklich zu kennen, geschweige denn, uns selbst beherrschen oder kontrollieren zu können.
Der folgende Spruch stammt aus dem Tao Te King von Laotse (33):
Wer andere kennt, ist klug
wer sich selber kennt, ist weise
wer andere besiegt, hat Kraft
wer sich selbst besiegt, ist stark
wer sich durchsetzt, hat Willen
wer sich genügen läßt, ist reich
wer seine Mitte (sein Wesen) nicht verliert, hat Dauer
wer dahingeht, ohne zu vergehen, der lebt ewig
Wir können uns vielleicht disziplinieren, aber um sich selbst beherrschen und lenken zu können, muß man zunächst einmal sich selbst- sein wahres Wesen- richtig kennen- und seine Gedanken steuern können, anstatt von ihnen hin- und hergesissen zu werden wie ein Boot auf den Wellen.
Das Problem ist von unserer Gesellschaft selbst erschaffen:
Materialismus ist das Goldene Kalb, Reichtum ist meist nur materieller Reichtum.
Seelische Bedürfnisse werden diesen Maßstäben untergeordnet- WIRKLICHE Werte, wie harmonische Stunden mit lieben Personen, Zeit zur Selbstverwirklichung, Genuß der Natur und die Freude an den Kleinigkeiten des Lebens, welches die wahren Reichtümer sind, die uns glücklich machen-
die wir aber dennoch gesellschaftskonform aufgeben, um nicht aus dem täglichen Rennen ums materielle Wohl herauszufallen.
Viele Menschen ziehen zudem irrtümlich ihr Selbstwergefühl aus ihrem Beruf und fühlen sich wertlos, sobald dieser wegfällt-
was uns auch von Kindheit an angewöhnt und anerzogen wird und uns später zu braven, angepaßten Mitarbeitern macht, die in ein Netz finanzieller und gesellschaftlicher Abhängigkeiten verstrickt sind. Deshalb lassen wir uns auch von mächtigen Großkonzernen beinahe alles gefallen, nur um Arbeitsplatz und soziale Existenz nicht zu verlieren- einschließlich gesundheitsschädigender Arbeitsbedingungen und der kurzsichtigen Zerstörung unseres Lebensraumes.
Unser Selbstwertgefühl, sowie familiärer Rückhalt bleiben dabei häufig auf der Strecke und wir versuchen dies zu kompensieren durch gesteigerten Konsum und unsinnige Bedürfnisse: Wer braucht z.B. schon wirklich ein neues Handy, nur, weil es noch etwas flacher und technisch raffinierter ist, als das Alte, die ungesunde und möglicherweise Gehirntumore verursachende el. Strahlung ignorierend?
Dabei ist es nicht der Gegenstand selbst, der uns befriedigt, sondern die soziale Anerkennung, die wir uns durch dessen Besitz erhoffen. Ein Relikt aus der steinzeit: Damls war es wichtig, anerkannt zu sein, um in der Rangordnung hoch genug zu stehen, um in Krisenzeiten nicht zu verhungern- aber bei uns muß niemand mehr verhungern. Dennoch ist das Jagen nach Anerkennung und Status größer denn je!
Und meist erwarten wir unbewußt, daß uns die so erkaufte Aufmerksamkeit die mangelnde soziale Geborgenheit und den fehlenden Sinn in unserem Leben ersetzen- was natürlich nicht wirklich funktionieren kann, zu Frustration und neuem Konsumverhalten führt und -sofern wir die Problematik nicht durchschauen und eigenverantwortlich verändern- somit den beschriebenen Teufelskreis weiter unterstützt.
Solange wir jung sind und Körper und Seele über genügend Reserven verfügen, kommen wir mit solchen Umständen gut zurecht. Wenn wir älter werden, sind irgendwann unsere "Akkus" nicht mehr so frisch und erste Beschwerden stellen sich ein.
Wir leiden zunehmend unter gesundheitlichen Beschwerden und unter Leistungsdruck, auch Streß genannt.
Aber auch wenn wir nicht wirklich gestreßt sind und alle von der Gesellschaft als für ein glückliches Leben notwendig erachteten materiellen Vorgaben vorhanden sind, sind wir oft nicht wirklich glücklich und zufrieden- wissen aber nicht, warum.
Meditation ist ein probates Mittel, um solche Beeinträchtigungen zu entlarven und zu einem achtsameren Umgang mit sich selbst zu finden.

In den Kursen wird haupstächlich die stille Zen-Meditation praktiziert, wobei die Teinehmer still sitzen und in sich selbst hineinfühlen und sich selbst sozusagen beobachten.
Aufkommende Gedanken läßt man ziehen, ohne sich verlocken zu lassen, darauf einzugehen, dabei atmet man tief und gleichmäßig in den Bauch hinein.
Man kann sich sozusagen selbst einatmen und beim Ausatmen ausdehnen, man kann auch Mantren gebrauchen, um anfangs konzentrierter zu bleiben oder bestimmte "Themen" zu unterstützen.
Ebenso gibt es diverse Fingerhaltungen (Mudras), die auf den Energiefluß im Körper eine bestimmte Wirkung ausüben.
Störende Geräusche kann man ebenso so lange beobachten, bis sie nicht mehr stören, wie Schmerzen oder unangenehme Gefühlszustände auf diese Weise gelindert oder gelöst werden können.
Es kommt gelegentlich vor, daß sich alte, verdrängte Gefühle lösen- auch wenn dies im betreffenden Moment unangenehm sein kann, sollte man es zulassen, denn auf diese Weise befreit sich die Psyche von beeinträchtigendem Ballast.
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Entsprechend geübten Teilnehmern biete ich übrigens auch die Meditation über die zwei Herzen an.
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